Gästeabend am 15. Juni 2018 – Die Idee der Postwachstumsökonomie. Gutes Leben für alle in einer wünschenswerten Zukunft.

Einstimmigen Zuspruch fand der Grundgedanke des Autors Niko Paech ( Befreiung vom Überfluß. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie, München, 9.Auflage 2016), unsere heutigen ökologischen und ökonomischen Ansprüche vom Überfluß zu befreien. Damit soll der Weg frei gemacht werden, um durch persönlichen Verzicht neuen Gewinn zu erzielen. Dieser liegt im Wohlstand durch Entschleunigung, Zeitgewinn für aufgeklärtes Glück und soziale Lebensqualität. Ein Arbeitszeitmodell, das die wöchentliche Arbeitszeit für den monetären Bereich auf 20 Stunden reduziert, liegt dieser Idee zugrunde.
Lebhaft, teils kontrovers, diskutierten die anwesenden Gäste und Freimaurerbrüder die uneingeschränkte Forderung Niko Paechs nach Wachstumsstop. Die teilweise radikal formulierten Thesen des Wachstumskritikers sind durchaus berechtigt, ihre Verwirklichung setzt allerdings ein aufgeklärtes, vernunftbegabtes, durch ein Wertebewusstsein geprägtes Individuum voraus.
Das Konzept der alternativen Postwachstumsökonomie verlangt den Verzicht auf überzähligen Konsum und ein Wohlstandsmodell mit seinem Ressourcen plündernden Lebensstil. Uns Freimaurern sind diese Gedanken vertraut. Sie müssen jedoch bei einer breiten Mehrheit in der gesamten Gesellschaft Gehör und Akzeptanz finden, damit ein gutes Leben aller in einer wünschenswerten Zukunft erreicht werden kann.

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