Gästeabend am 14. Juni. 2019 – „Neues kosmopolitisches Denken als Forderung der modernen Aufklärung“

Auch die moderne Aufklärung des 21. Jahrhunderts stellt den zentralen Begriff „Kosmopolitismus“ der Aufklärung im 18.Jahrhundert in den Mittelpunkt. Statt kosmopolitischem Universalismus fordert sie jedoch für das zeitgemäße Wertesystem  einen Kosmopolitismus jenseits westlicher Ideologien des christlichen Abendlandes, ein Denken, dass die Vorstellung kultureller, europäischer Überlegenheit überwunden hat. Jenseits von Fundamentalismus und hegemonialer Beliebigkeit sollte weltweite Anerkennung auf der Grundlage von Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt angestrebt werden.

Die Teilnehmer der Diskussion suchten nach  realen Möglichkeiten, eine gewaltfreie, antimaterialistische Politik als zukunftsweisende Chance global verwirklichen zu können. Diese Verantwortungsethik muss ohne Heilsversprechen auskommen. Sie setzt den Mut voraus, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen im Sinne des Philosophen Immanuel Kant und hinterfragt kritisch die eigene Vergangenheit und Gegenwart.

Sapere aude!

Literaturempfehlungen dazu:

  1. Stefan Weidner: Jenseits des Westens. Für ein neues kosmopolitisches Denken, München 2018, 1.Auflage
  2. Steven Pinker: Aufklärung jetzt. Für Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt. Eine Verteidigung, Frankf./M. 2018, 3. Auflage
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